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Jeff Lynne's ELO in Oberhausen (2016)



05.05.2016

Jeff Lynne's ELO in Oberhausen (2016)

© Fotos, Hartmut Scholz, ELO Fanclub
© Text, Hartmut Scholz, ELO Fanclub

Das einzige Deutschlandkonzert von Jeff Lynne's ELO fand am 5. Mai 2016 in der König-Pilsener-Arena in Oberhausen statt. Der allgemeine Vorverkaufsstart für das Konzert begann am Freitag, den 13. November 2015 um 10 Uhr. Die niedrigste Ticketpreis war 61 € und es gab 3 weitere Preiskategorien: 73 €, 85 € und 90 €.

Am Tag des Konzerts trafen viele ELO-Fans in Oberhausen ein, darunter einige bekannte Gesichter, die zu Fuß auf dem Weg vom Parkplatz zur König-Pilsener-Arena waren. Es sollte ein besonderes Konzert werden, da es ein Exklusivkonzert in Deutschland war - kein weiteres wurde in Deutschland im Jahr 2016 veranstaltet!

Um 20 Uhr startete die Veranstaltung mit dem Supportact The Feeling aus London, dem eine gewisse musikalische Affinität zu ELO nicht abzusprechen war. Sie hatten allerdings mit Nachteilen zu kämpfen, mit denen alle Vorgruppen zu kämpfen haben: Der Sound ist flacher als beim Hauptact und das Publikum wartet nur ungeduldig auf den Hauptact - vor allem dann, wenn die Wartezeit bei ELO in Jahrzehnten gemessen werden muss. Trotzdem machten sie ihre Sache sehr gut und brachten eine "Vorabstimmung" über das wartende Publikum.

Dann war es endlich soweit: Mit einem Intro und nachfolgendem "Tightrope" eröffneten die Musiker die Show. Neben Jeff Lynne war Keyboarder Richard Tandy der einzige Musiker, der noch von damals dabei war. Außerdem gab es eine beeindruckende Licht- und Lasershow sowie Projektionen in einem Ausmaß, das an Pink Floyd erinnerte, bei denen immer wieder auf das ikonische ELO-Raumschiff verwiesen wurde. Und so reisten die Band und die Zuschauer der ausverkauften Arena durch Zeit und Raum.

Irgendwann geht aber auch das schönste Konzert zu Ende und als einzige Zugabe und als einzige Coverversion gab es den Chuck Berry-Song "Roll Over Beethoven", einer der wenigen Coverversionen, die besser als das Original ist. Klar, dass zum Ende noch mal alle Register gezogen wurden.

Die Band spielte in der Formation:
Jeff Lynne (Gesang, Gitarre), Milton McDonald (Leadgitarre, Gesang), Mike Stevens (Gitarre, Gesang), Lee Pomeroy (Bassgitarre), Marcus Byrne (Keyboards), Bernie Smith (Keyboards), Donavan Hepburn (Schlagzeug), Rosie Langley (Violine), Amy Langley (Cello), Jess Cox (Cello), Iain Hornal (Hintergrundgesang, Gitarre), Melanie Lewis-McDonald (Hintergrundgesang)

Die komplette Setliste:
Intro / Tightrope // Evil Woman // Showdown // All Over The World // When I Was A Boy // Livin' Thing // Strange Magic // Rockaria! // 10538 Overture // Secret Messages // Shine A Little Love // Band Introduction // Wild West Hero // Telephone Line // Turn To Stone // Don't Bring Me Down // Sweet Talkin' Woman // Mr. Blue Sky
Zugabe: Roll Over Beethoven

Mein Fazit: Endlich hatten die ELO-Fans die Gelegenheit, die Band nach 30 Jahren wieder live in Deutschland zu sehen (wenn auch nicht das "originale" Electric Light Orchestra, sondern die 2014 neu gegründete Band "Jeff Lynne's ELO"). Es handelte sich um eines der besten Konzerte, die ich je erlebt habe - auch wenn mit nur 19 Songs alles etwas kurz war. Dennoch gaben die Musiker ihr Bestes und beeindruckten durch ihre Präzision. Schön war auch, viele bekannte Gesichter und neue ELO-Fans zu treffen.

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