ELO Fanclub

The Magic Orchestra auf der Kieler Woche (2007)



18.06.2007

The Magic Orchestra auf der Kieler Woche (2007)

© Fotos, Hartmut Scholz, ELO Fanclub
© Text, Hartmut Scholz, ELO Fanclub

Es war Montag, der 18. Juni 2007. Ort der Veranstaltung war die Hauptbühne am Rathausplatz auf der Kieler Woche 2007 in Kiel. Das Magic Orchestra aus Gelsenkirchen war neben der 1970er Band Racey aus England der Hauptact auf der HSH Nordbank-Bühne. Nicht alles lief perfekt an diesem Abend ab, denn geplant war ein Soundcheck von Racey und danach der Soundcheck vom Magic Orchestra mit anschließenden Auftritt der Band. Weil die Band aus England aus unerklärlichen Gründen zu spät anreiste und den geplanten Soundcheck vor dem Magic Orchestra nicht durchführen konnte, mussten Heinz Schaudin & Co. (The Magic Orchestra) ihren Soundcheck vorverlegen. Danach wurde umgebaut, um Racey zu ermöglichen, ihren Soundcheck durchzuführen, der schon chaotisch anfing, da die "englischen" Stecker nicht ins deutsche Eqipment passten und die Bandmitglieder von Racey versuchten, selbst Hand anzulegen und nicht so recht wussten, welches Kabel und Mikrofon für sie bestimmt war. Ein ziemliches Wirrwarr der Techniker spielte sich zu diesem Zeitpunkt auf der Bühne ab. Dann wieder Rückbau zum eigentlichen Auftritt vom Magic Orchestra, der sich daraufhin etwas verzögerte und erst um ca. 20:19 Uhr begann. Da das Magic Orchestra nicht ihren kompletten Soundcheck durchführen konnte und auch die Technik nicht immer mitspielte, gab es hier und da leichte Tonprobleme, die sich aber nicht auf die Stimmung im Publikum auswirkte. Trotz aller Schwierigkeiten war es ein hervorragendes Konzert der 10 Musiker.

Angefangen mit dem "Tightrope Intro", kam der erste Brüller mit "Rock 'n' Roll Is King", gefolgt von "Evil Woman" und "Livin' Thing". Danach das beim Publikum bekannte "Hold On Tight", bei dem schon mitgesungen wurde. "Do Ya" folgte mit einer von Heinz sauber gespielten Gitarre, die durch Mark und Bein ging. Dann das sehr selten gespielte "Handle With Care", das beim Publikum besonders gut ankam. Zwischendurch spielten sie den The Beatles-Klassiker "She Loves You". Dann ein Cello-Solo von Sooji Ki mit dem Titel "Der Schwan", gefolgt von "Can't Get It Out Of My Head" und einem anschließenden Geigen-Solo von Bo Clark. Weil die Band nicht über eine Opernsängerin verfügte, musste Heinz das Intro zu "Rockaria!" selbst singen ("Weit, weit in die Ferne, man hört, man hört die Musik") - und es gelang ihm in exzellenter Weise. Als "Calling America" gespielt wurde, sang das Publikum zeitweise mit, obwohl die meisten den Text nicht kannten. Bei "Don't Bring Me Down" wurde seitens des Publikums kräftig mitgegrölt und die Stimmung war ausgezeichnet.

Das absolute Highlight beim Publikum war wohl "Mr. Blue Sky" mit dem markanten Outro und den genialen Streicherparts. Das Gitarrenintro zu "Ma-Ma-Ma Belle" ging ebenso ins Ohr wie schon bei "Do Ya". Überhaupt konnte man jedes Instrument bei den Songs einzeln heraushören, was mir besonders gefiel. Bevor als letzter Song "Roll Over Beethoven" mit Streicher-Intro gespielt wurde, gab es noch das The Sweet-Stück "Fox On The Run" und den Glamrock-Klassiker "New York Groove" (von Hello). Dann gab es noch 3 vom Publikum gefordete Zugaben: "Last Train To London", "Unchain My Heart" mit Joe Cocker-Showeinlage und "21st Century Man".

Leider musste die Band unter kräftigen Zugabe-Rufen aus dem Publikum um ca. 22:20 Uhr die Bühne verlassen, da der Nachfolgeact Racey ihren Auftritt wahrnehmen wollte, der meiner Meinung nach weniger geglückt war, weil zum einen sehr laut und basslastig gespielt wurde und zum anderen die Band kaum eigene Songs darbot und mehr als Coverband fungierte. Die höhere Qualität der Songs lag beim Magic Orchestra, die 2 Stunden ohne Pause spielten.

Wie Heinz mir nach der Show erzählte, war er mit dem Ablauf der Show und der Technik nicht ganz zufrieden, aber trotzdem voller Hoffnung und Energie, weiterhin ELO-Songs zu spielen. Außerdem musste die Band auf ihren Stamm-Schlagzeuger Ingo Manstedt verzichten, obwohl Ersatzdrumer Frank Rowley sehr professionell spielte und so musste der Keyboarder Chris Schneider den Gesangspart des Drummers übernehmen und dies tat er mit vollem Einsatz.

Die Band spielte in der Formation:
Heinz Schaudin (Gitarre und Gesang), Klaus Ruth (Gitarre und Gesang), Michael Teichert (Bass), Thomas Nickel (Keyboard), Chris Schneider (Keyboard) und Frank Rowley (Schlagzeug) sowie die Magic Strings an den Streichinstrumenten

Die komplette Setliste:
Tightrope Intro // Rock 'n' Roll Is King // Evil Woman // Livin' Thing // Hold On Tight // Do Ya // Sweet Talkin' Woman // Handle With Care // She Loves You (The Beatles) // Der Schwan (Cello-Solo Sooji Ki) // Can't Get It Out Of My Head // Geigen-Solo (Bo Clark) // Rockaria! // Showdown // Confusion // Co-Co (The Sweet) // Drum-Solo (Frank Rowley) // Don't Bring Me Down // Calling America // Mr. Blue Sky // Ma-Ma-Ma Belle // Fox On The Run (The Sweet) // New York Groove (Hello) // Turn To Stone // Roll Over Beethoven
Zugaben: Last Train To London // Unchain My Heart (Joe Cocker) // 21st Century Man

Mein Fazit: Viele Zuschauer waren glücklich, einmal die ELO-Songs live zu hören und bedankten sich ihrerseits mit guter Laune und Beifall.

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